Köderinfo

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Ingredients



Sonstige
Nährwerte
Eigenschaften
Dosierung* (%)
Farbstoffe P: 0%
F: 0%

Optimaler Zusatz zum Einfärben der Köder und trockener (Pulver) oder flüssiger Variante ohne jeglichen Nährwert.

Dient nicht nur zur optischen "Verschönerung" der Köder (siehe Bicolor-Baits von Starbaits) sondern eher zur Identifikation, welche Baits der Karpfen ausscheidet.

Je nach Jahreszeit ist es unbedingt erforderlich, die Köder mit dunklen Farben zu tarnen, da sonst Wasservögel ein leichtes Spiel mit z.B. hellen Ködern auf dunklem Gewässerboden hätten.

ca. 1/2TL
per kg Mix

<10ml
per kg Mix

Konservierungs-
stoffe

P: 0%
F: 0%

Es gibt eine Vielzahl von Bait-Preservern, deren Wirkungsweise nur darin besteht, die Verderblichkeit durch Schimmel- und Pilzbildung oder pH-Wert-Abfall zu unterdrücken.
In der Regel sind dies

  • Sorbinsäure: wasserunlöslich (<1%), rel. neutraler Geschmack -> sehr gute Resultate
  • Kaliumsorbat: 100% wasserlösliche Form der Sorbinsäure, bitterer Geschmack, da Eigenschaft von Kalium-> gute Resultate
  • Kochsalz (NaCl): entzieht dem Boilie durch seine hygroskopischen Eigenschaften die Feuchtigkeit, welches ein Nährmedium für Schimmelpilze bilden würde. Ähnlich würde es auch mit Zucker (Saccharose) funktionieren, der aber schneller dazu neigt, feucht zu werden (Gefahr des Verklebens!)
  • Luft: lässt man Köder lange an der Luft liegen sind sie danach auch über viele Wochen haltbar, kommt aber Wasser ins Spiel (feuchte Lagerung, durch nassen Sack) nimmt das Ende seinen lauf

Ein sehr guter Flüssig-Preserver ist der Professional-Preserver von Keen Carp, der auch mittlerweile von einigen anderen Baitherstellern in ähnlicher Form angeboten wird (Pelzer, Top Secret)

Sorbinsäure:
20-30g
per kg Mix
(in Mixtur)

Sorbat:
18-25g
per kg Mix
(in Eimasse)

Salz/Zucker:
fertige Baits
damit fluten

Keen Carp:
80-100ml
per kg Mix
(in Eimasse)

Fruchtpulver P: <5%
F: <3%
- wenn man eine gute Qualität einsetzt wird der Köder einen genialen Fruchtgeschmack bekommen, der von keinem synth. Flavour erreicht werden kann
- Probleme gibt es nur bei der Verarbeitung - der Teig klebt aufgrund des hohen (Frucht-) Zuckeranteils
- des weiteren kann es dazu führen, dass der Köder unter Umständen schneller weich wird, da der Zucker sich im Köder löst und die entstandenen Poren sich mit Wasser füllen und sich dadurch die Verbindungen lockern
<20
Bierhefe (Mehl) P: 40% - enthält sehr viele Vitamine (insbesondere viele B–Vitamine), Mineralstoffe sowie sehr viele essentielle Aminosäuren (z.B. Methionin) welche sonst meist nur in tierischen Proteinen zu finden sind 3-10
Traubenzucker P: 0%
F: <1%
- gibt dem Köder einen neutralsüßen Geschmack
- bei Menschen wirkt Traubenzucker als kurzzeitiger Energiespender, warum nicht auch bei den Karpfen ?
<10
Betain
(Glycinbetain)
 

- Betain ist das Trimethylderivat der Aminosäure Glycin (oder N-Trimethylglycin, Strukturformel: (CH3)N-CH2COOH) und eine natürliche Substanz, die in fast allen Pflanzen- und Tierarten enthalten ist
- Besonders hohe Betaingehalte liegen in der Zuckerrübe (ca. 1 – 1,5 % der TS) vor
- das wirksame Glycinbetain kommt natürlicherweise u.a. in der Melasse, Gerste, Weizen, Erbsen, Linsen, Muscheln, Würmern, Krebsen, Fischmehl, natürlichen Extrakten vor allem wirbelloser Tiere und Leber vor
- reines Betain nicht hygroskopisch (wasseranziehend) und verträgt Temperaturen bis zu 200 °C ohne chemische Veränderung
- Fazit: lt. Jürgen Meyer (M+M-Bait) kann man bei Verwendung seine Fänge steigern, er sieht es jedoch nicht als Wundermittel an

5-15g/kg Mix
Vitamine, allg. P: 0%
F: 0%
- Wichtig zur Stärkung des Immunsystems des Fisches und Bildung von Stoffwechselprodukten
- durch Verwendung von verschiedenen Zutaten (vollfettes Sojamehl, Green Lipped Mussel, Lebermehl, Vitamealo, ...) ist ein gewisser Vitaminhaushalt im Köder vorhanden, der nicht unbedingt durch weitere Vitaminzugabe verbessert werden muss
 
Garnelen- bzw.
Krabbenmehl
(Shrimpsmeal)
P: bis 70% - sehr gute Zutat, die sehr penetrant nach Fisch riecht
- leider "bläht" diese Zutat bei einer Dosierung >10% den Köder beim Kochen so strak auf, dass dieser danach schwammig weich wird und aufschwimmt
- durch Versuche habe ich herausgefunden, dass die auftreibene Substanz das getrocknete Fleisch im Garnelenschwanz ist und sehr stark mit Milcheiweißen reagiert
- bei einer Dosierung kleiner 5% geht man kein Risiko ein, wobei die Wirkung leider auch sinkt
<5
Bachflohkrebse
(Gammarus)
P: ca. 50-60% - sehr interessante Zutat, die in den letzten Jahren aufgrund der Teichbesitzer in Europa besetzt mit Koikarpfen sehr populär geworden ist
- natürlicher gehts kaum, denn in sehr vielen Gewässern sind sie vorhanden und stehen auf dem Speiseplan vieler Fische
- aber Vorsicht, auch diese haben die Eigenschaft den Köder leicht werden zu lassen
<5
Wasserflöhe
(Daphnien)
P: ca. 40-50% - sehr gute Zutat, die in keinem fischigen Köder fehlen sollte
- ebenfalls eine hervorragene natürlich Zutat, die ich persönlich immer mit Gammarus, Enteros etc. kombinieren würde
- die auftreibende Wirkung ist nicht so stark wie bei Gammaruskrebsen
<10
Wasserfliegen
(Enteros)
  - schwarze kleine Salzwassertiere mit einen herben und intensieven Geruch und einem nat. Salzgehalt <10
Minimuscheln
(Conchas)
  - Muschelart, deren Schalen Verwendung als Zutat gefunden haben
- in den Schalen befindet sich lt. Angabe von Köderherstellern ein hoher Anteil an Proteinen und Vitaminen
bis 50g/kg Mix
Muschelextrakt
GLM
P: ca. 45-60% - wenn hier die Rede davon ist, wird oft Green Lipped Mussel (GLM) oder Grünlippmuschelextrakt gemeint
- sehr intensiever Meer-Muschel-Fischgeruch und zudem Träger von vielen Aminosäuren und Vitaminen
- eine sehr beliebte Zutat, die den Köder attraktiver macht, ähnlich zu bewerten wie Lebermehl - leider auch so teuer (ca. 80EUR/kg)
bis 30g/kg Mix
Krillmehl   - eine Art Shrimpsmehl, zu sehen als "Salzwasser-Gammarus"
- auch sehr stark nach Fisch riechende Zutat in konzentrierter Form, die etwas weniger den Köder "aufbläht"
bis 50g/kg Mix
Seidenraupen-
puppen
  - eine Zutat, die Dank des Koi-Booms der letzten Jahre auch Verwendung in unserem Bereich gefunden hat
- Seidenraupen haben einen sehr hohen Protein- und Fettanteil und sind gut verdaulich
bis 50g/kg Mix

 


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