|
Hanf/Hanfsaat

Einleitung
Bitte lest mehr unter:
http://de.wikipedia.org/wiki/Hanf
Anmerkung: besser könnt
ich's auch nicht schreiben ;-)
Einsatz
Hanf
verwende ich gerne vom Frühjahr bis zum Spätsommer,
wenn die Wassertemperturen zwischen 12 und 25°C
liegen. Der einfache Grund hierfür ist, dass Hanf
ein ätherisches Öl beinhaltet, das von den
Fischen besser bei wärmeren Temperaturen wargenommen
werden kann.
Ich weiche die kleinen
Saatkörner über Nacht ein und koche sie, bis
alle Körner aufgeplatzt sind. Das dauert zwischen
15 und 20Minuten. Danach riechen sie bombastisch nach
ihrem unverwechselbaren typischen Geruch.
Erfahrung mit Fressverhalten
Auch bei diesem Saatköder
habe ich (leider) nur im Rhein meine Erfahrungen sammeln
können. Dennoch habe ich eine interessante Erfahrung
gemacht, die sich mehrmals wiederholte.
Ich fütterte damals in einem Hafenbecken 3m vor
der Steinschüttung an. Es war Sommer, das Waser
stand bei über 4,00m Pegel Mainz und die Wassertemperatur
lag bei ca. 22°C. Die Mengen betrugen täglich
5L und dazu kamen noch 50 steinharte 22er Scopex-Baits.
Nach dem dritten Tag ging ich heraus und fing einen
Spiegler, er hatte 12,5kg. Er biß in der Dämmerung
und ich sackte ihn über Nacht ein. Als ich ihn
gleich am nächsten Morgen aus dem Carpsack holte,
war er total übersäht mit schwarzen kleinen
Schalen vom gefütteren Hanf, die er den ganzen
Aufenthalt über ausschied. Das interessante hierbei
war, er biss auf den Bait, hatte aber keine Baitstückchen
oder andere Köder als Hanf ausgeschieden.
Eine ähnliche Erfahrung hatte ich in einem Frühjahr,
als ich mehrere Tage einen Partikelmix aus Mais und
Hanf ausbrachte, gespickt mit 2kg Baits. Ich fing zwei
schöne Fische von 25 und 26Pfund gleich beim ersten
Ansitz. Der eine Fisch, den ich Nachts fing und einsackte,
schied ebenfalls Futter aus. Das verwunderliche daran
war nur, dass es ausschließlich Hanf war, nix
anderes.
Desweiteren habe ich
die Erfahrung gemacht, dass sobald ich Hanf füttere
überwiegend Rotaugen, Rotfedern und Alande sich
an den Futterplatz ziehen. Bresen habe ich im Vergleich
dazu immer in der Unterzahl gefangen.
Hanf ist aufgrund der
Größe und des geringen Gewichts schwierig
zu füttern, sobald damit mehr als 10m gefüttert
wird. Deshalb binde ich ihn immer mit einer Mischung
aus Semmelbrösel, Maismehl oder Bisquitmehl und
zarten Haferflocken. Aus der Mischung lassen sich feste
Ballen formen, die ich mit der Groundbaiter-Schaufel
und dem langen Stab bis zu 70m weit füttern kann.
Jedenfalls ist Hanf
ein Köder, der die Fische allgemein sehr anspricht
und lange zum Fressen an den ausgelegten Futterplatz
bindet. Das enthaltene Öl wirkt leicht abführend
und ist somit nicht ohne Grund auch eine Art "Fischdroge".
 |