Köderinfo

| Philosophie
| Mix'n'Baits
| Herstellung
| Ingredients
| Partikelköder
 
 
zurück

 


Partikelköder

Mais

Mais


Einleitung

Obwohl es Tausende von Maissorten gibt, ist Mais am Ende doch Mais, und man kann immer eine durch eine andere Sorte ersetzen. Jede Sorte Mais kann zu Mehl gemahlen, geröstet oder zu Grütze gekocht werden. In den 7000 Jahren seiner Geschichte haben die Bauern natürlich Sorten gezüchtet, die einer Vielzahl von Geschmäckern und Ansprüchen gerecht werden können.

Mais enthält viele Vitamine, Fasern und Kohlenhydrate, bietet aber nicht genug Protein. Sein Nährwert ist in Kombination mit Milchprodukten, Fisch- oder Fleisch am höchsten. Und die Indianer haben schon vor langer Zeit Mais, Kürbis und Bohnen zusammen gekocht, eine Kombination, von der wir heute wissen, dass sie besonders reich an Aminosäuren ist.

Die USA produzieren den meisten Mais der Welt - etwa 243 Mio. Tonnen jährlich (1987). Dazu gehören rund 200 verschiedene Arten von Mais. Der Mittelwesten produziert den meisten Feldmais (für Futterzwecke, Frühstücksflocken, Maiskeimöl und Stärkemehl), während Zuckermais vor allem in Florida, Kalifornien und dem Staat New York angebaut wird.

Frischer Mais wird bei uns in Europa im Herbst direkt beim Bauern angeboten.

In Europa wird Mais außerdem als Maisstärke sowie als grob gemahlenes Mehl oder Grieß (Polenta) verkauft. Manchmal wird der Mais jedoch auch in starker Lauge eingeweicht, die zähe Haut entfernt und der Mais dann gewaschen und gespült. Er kommt dann als ganzes Korn, geschrotet oder grob gemahlen in den Handel.

Mais ist am süßesten, wenn er jung geerntet und unmittelbar nach der Ernte zubereitet wird. Nach dem Pflücken wird der in ihm enthaltene Zucker schnell zu Stärke.


Einsatz

Ich kenne keinen Partikelköder, der vom Tag des Fütterns an jedem erdenklichen Gewässertyp mehr Karpfen und Weißfische an den Platz lockt wie der Mais es tut. Er ist in jedem europäischen Land zu bekommen und kostet nicht die Welt.

In Vergangenheit weichte ich dem Mais über Nacht ein und kochte ihn anschließend ca. 15min. lang. Zu ungekochten Mais habe ich kein großes Vertrauen und würde es daher auch nicht weiter empfehlen. Durch den Garungsprozeß entfaltet der Mais sein ganzes natürliches Aroma. Probiert mal gekochten und ungekochten Mais. Erst dann wird man den Unterschied merken.

Heute habe ich wenig Zeit um meine Partikels vor dem Kochen vorzubereiten. Es ist zwar uneffizienter, dennoch koche ich die harten Maiskörner bei Bedarf ohne vorheriges Einweichen. Dies dauert je nach Menge und Jahreszeit ca. 1Stunde.

Erfahrung mit Fressverhalten

Im Rhein kenne ich das Phänomen, dass wirklich jeder größere Zwanziger, den ich über Nacht im Sack hälterte, generell Mais ausschied, wenn ich Tage zuvor damit anfütterte. Gefangen habe ich damit jedoch noch keinen Karpfen jenseits der 10kg-Marke. Das ist sehr seltsam. Die mit Mais gefangenen Fische hatten oft niedrige Gewichte von unter 6kg, wobei das Duchschnittsgewicht der übrigen Karpfen 9 bis 10kg betrugt.

Im Frühjahr bei kalten Wassertemperaturen ab 10°C ist der Mais in meinen Augen ein guter Einstiegsköder für die ersten Futterkampangen. Zum Sommer hin verwende ich ihn immer weniger und im Herbst so gut wie gar nicht mehr.

Aufgrund der massiven Weißfischbestände in heimischen Gewässern verwende ich Mais mittlerweile nur als Beifutter um große Felder damit anzulegen. Habe in Vergangenheit zu viele kleine Karpfen damit gefangen, deshalb verwende ich Mais sehr selten als Hakenköder.

Aber gerade in der heutigen Zeit der "Super-Rigs" und "Spezial-Köder" ist er als Hakenköder vielleicht doch nicht ganz uninteressant ...



 ©carp-courier.com 

:    Initiator    :