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Philosophie
Ein guter Köder
kann von einem Karpfen nur dann aufgenommen und gefressen
werden, wenn er auch am richtigen Platz angeboten wurde!
Ob er mit einer "extrem
reinen" und "lebensmittelechten" Zutat
zubereitet wurde, oder mit einem "gigantisch"
fängigen "Ultraflavour" versetzt ist,
oder ob der Köder liegend oder schwebend angeboten
wird, oder ob die "Killer-Montage" diese oder
jene ist, an der der Bait hängt - das ist alles
hinfällig, wenn der Karpfen an diesem Platz nie
vorbeischwimmt und dort auf Nahrungssuche geht! Das
ist meine Meinung.
Wenn der Karpfen nun
aber an unserem Platz vorbeischwimmt, gilt es ihn zu
überlisten. Und das gerade ist doch eine sehr spannende
Sache, oder? Wird er nun den Köder aus neugier
fressen oder weil der Bait ihn anlockt hat?
Hoffen wir, der Köder hat den Karpfen angelockt,
sonst würde dies der Aussage jeden Bait-Gurus wiedersprechen!
Gedankenexperiment
& Realität
Wir befinden uns nun
auf einem Holzweg, oder so ähnlich. Jetzt gibt
es da vorne eine Kreuzung mit zwei Wegen.
Der eine Weg führt zu den Boilies aus der "Fabrik".
Fertige Kugeln, rund und schön mit dem Nährwert
X. Schmecken tun diese in der "Low-budget-Klasse"
wie Knete. Egal, denn sie riechen wie das Original:
Erdbeer, Scopex oder Peanut. Alles in allem ein durchaus
fängiger Köder mit dem Namen "Sanduhr-Bait"!
Diese Köder sind in der Lage in einer gewissen
Zeit (läuft hier leider nur ab!) außerordentliche
Fangerbegnissse zu beschehren. Man sieht's jedes mal
in den Zeitschriften oder im Internet. O.k., sie fangen
quasi den Karpfen. An einem Tag X wird man aber feststellen,
dass die Sorte P der Firma Q leider nicht mehr die Erfolge
bringt wie einst.
So, was tun? Na ganz einfach, ab zum Tackledealer und
eine andere Sorte K der Firma J eingekauft...
Der andere Weg ist ein
beschwerlicher Weg. Er führt zu den Ködern
aus der eigenen Küche. Verdammt viel Schweiß
und Hirnschmalz hängt in einem selbsgemachten Boilie,
nicht war? Die Kugel aus feinen, geheimen Zutaten und
Zusätzen. Eine Brise hiervon, eine davon. Fängt
er denn auch genau so gut wie ein überflavourter
Boilie vom Tackledealer? Die, für fünf oder
neun Euro das Kilo? Mmmh, gute Frage. Wer kann das schon
sagen - ich denke keiner!
Stellt Euch vor, Ihr müsstet ewig eine Nahrung
zu Euch nehemen, die aus Pizza, McSchmatz, Döner
und Haumichtot bestünde. Ist das nicht geil? Ist
das auch noch am fünften Tag geil? Und was ist
am zwanzigsten Tag, immer noch McFastfood? Seit ihr
gesund und munter? Hab ihr keine Mangelerscheinungen?
Wenn ja, nicht schlecht gehalten!
Lange Rede, kurzer Sinn: mit selbstgemachten Baits zu
angeln ist nicht nur ein Zeichen des gewissenhafteren
Specimen Hunters mit Prestige, sondern einfach eine
Sache des Geldbeutels und Zielsetzung.
Angelt jemand in einem
Vereinsgewässer, einem See, so sollte dieser sich
stets vor Augen halten: ich gebe gutes ins Wasser, ich
hole auch gutes heraus. Gesunde Fische, die auf die
Köder sogar schneller abwachsen - was will man
mehr? Auf Dauer sehr empfehlenswert!
Hat man nur ein Wochenende
Zeit, vielleicht eine Woche oder 10Tage an einem fremden
Urlaubsgewässer, so möchte man doch so viele
Karpfen in dieser Zeit fangen wie nur möglich!
Das ist sicher. Lange Futterkampagnen mit Langzeitködertests
sind hier total fel am Platz. Also Weg damit, hau's
in die Tonne. Was will man hier mit super hochwertigen
Ködern? Fische fangen kann man auch auf die Plastiktüten-Köder
oder?
Vielleicht etwas zu
krass geschrieben, aber denkt nun mal darüber nach!
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