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Robert Arlinghaus - macht mobil

Ich saß im Zug in Richtung Ulm. Um mir sinnvoll die Zeit zu vertreiben las ich die Bahn-Zeitschrift mobil und traute meinen Augen kaum, als ich Seite 12 aufschlug: ein zweiseitiger Bericht über "fischer und Forscher" Robert Arlinghaus.

Lest nun selbst den Artikel, den ich auf der bahn.de-Website entnommen habe.

leute. Fischer und Forscher

Robert Arlinghaus ist Wissenschaftler und Angler. Und hat deshalb die Lust am Fischen untersucht.

Robert Arlinghaus, Doktor der Binnenfischerei, begeistert sich seit seinem dritten Lebensjahr für das Angeln. Jetzt ist er 28, hat sich auf Karpfen spezialisiert und benötigt einen besonderen Kick, um seine Leidenschaft zu befriedigen. Möglichst unberührt müssen die Gewässer sein und sein Fangobjekt sollte auch nicht weniger als 30 Pfund auf die Waage bringen. Das sind Karpfen, die einen knappen Meter lang sind.

Angeln ist nicht unumstritten, ein Reizthema, das den neugierigen, wuseligen Sohn einer Spanierin und eines Deutschen aus Lohne in Niedersachsen schließlich dazu veranlasst hat, sich einmal professionell damit zu beschäftigen.

Seit Jahresbeginn ist er Projektleiter beim Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei in Berlin. Für seine wissenschaftlichen Arbeiten hat er wiederholt Preise erhalten. Vor kurzem wurde er von der Berliner Humboldt-Universität mit dem Bscher-Medienpreis auch für die Methoden ausgezeichnet, wie er seine Erkenntnisse weiterverbreitet.

Denn Robert Arlinghaus hält ein etwas anderes Anglerlatein für die Fachleute bereit. Für seine Studie wollte er grundsätzliche Fragen klären: Wer sind die Angler eigentlich? Wie viele gibt es in Deutschland? Aus welchen sozialen Schichten kommen sie? Und: Stimmt es, dass Freizeitangeln einen schädlichen Einfluss auf die Fischbestände oder die Wasserqualität hat? Fragen, die bislang kaum wissenschaftlich behandelt worden sind.

Seine Ergebnisse überraschen: Die etwa 3,3 Mio. deutschen Angler, zu 94 Prozent Männer, kommen aus allen Schichten. Als ihre Hauptmotive nennen die allermeisten die Suche nach Entspannung und Naturnähe. Bei genauerer Nachfrage stieß Arlinghaus aber auch auf andere Motive: Jagdinstinkt und den Ehrgeiz, immer höhere Fangziele zu erreichen - Beweggründe also, die seinen eigenen nahe kommen, wie er gesteht.

"Für Anfänger steht das Fische fangen an erster Stelle", erklärt er, "Hauptsache, es zappelt ab und zu etwas. Aber später ändert sich das. Die Herausforderungen wachsen, und der Angler spezialisiert sich - auf einen bestimmten Fisch oder ein bestimmtes Gewässer." Zugleich erfüllen Angler mit ihren Vereinen auch Aufgaben für die ganze Gesellschaft. Ihnen obliegt per Gesetz die Hege und Pflege der lokalen Fischbestände, so Arlinghaus. Immer bleibt aber eine Spannung bestehen zwischen der Pflege der Umwelt und dem Ausleben des Jagdtriebs.

Angelstudie
Bscher-Medienpreis

 


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